Emissionsgrad

Der Emissionsgrad eines Körpers gibt an, wie viel Strahlung er im Vergleich zu einem idealen Wärmestrahler, einem schwarzen Körper, abgibt. Für die Berechnung des langwelligen Strahlungsaustauschs ist der Emissionsgrad der Oberflächen eine entscheidende Einflussgröße. Opake Bauteile haben meist einen Emissionsgrad der etwa bei ε = 0,9 liegt.

Der Emissionsgrad von Bauteilen beeinflusst die Wärmeübergangswiderstände von Bauteilen. Insbesondere bei Verglasungen hat der Emissionsgrad einen wesentlichen Einfluss auf den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) des Bauteils.

Außerdem hat der Emissionsgrad Einfluss auf die solaren Wärmegewinne von opaken Bauteilen. Bei Berechnungen nach EnEV sind nach Anlage 1, Tabelle 3 und Anlage 2, Tabelle folgende Werte zu verwenden:

  • Emissionsgrad der Außenflächen: ε = 0,8

Nach DIN V 4108-6 wird nach Tabelle D.3 ebenfalls ein Standardwert von ε = 0,8 verwendet.

Nach DIN V 18599-2 ist der Standardwert für den Emissionsgrad ε = 0,9.

Der Strahlungsaustauschgrad E ist der mittlere Emissionsgrad von zwei gegenüberliegenden Flächen:

[math]E = \frac 1 {1/\epsilon_1 + 1/\epsilon_2 - 1}[/math]